Das Sakrament der Krankensalbung

Bedeutung der Krankensalbung: Das uns von Gott geschenkte Heil will den Menschen in jeder Lebenssituation erreichen, auch in Krankheit, Schwäche und Tod. Dies wird sichtbar an Jesus Christus, der sich in besonderer Weise um Kranke gekümmert hat, auf sie zuging, sie heilte und ihre Sünden vergab. Zum Auftrag der Kirche, allen Menschen die frohe Botschaft zu verkünden, gehört deshalb auch die besondere  Sorge für Arme und Kranke. (Jak.5:14 Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. 5:15 Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben. 5:16 Darum bekennt einander eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet. Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.)

Die Feier der Krankensalbung und der Krankenkommunion: Das II. Vatikanische Konzil hat unter Berufung auf Jak. 5,14-16 verdeutlicht, dass jeder, der eine schwere Erkrankung hat oder gebrechlich ist, das Sakrament der Krankensalbung empfangen kann. Die Feier der Krankensalbung kann zu Hause, im Krankenhaus, aber auch in der Eucharistiefeier gespendet werden. (Dieses Sakrament darf der Diakon nicht spenden). Die Einbindung der Kranken in die Gemeinde findet auch in der Krankenkommunion am Sonntag einen sichtbaren Ausdruck. Denjenigen, die krank sind, wird die Kommunion von der Mahlgemeinschaft, die in der Kirche versammelt sind, gebracht. Zu diesem Dienst werden Kommunionhelfer/innen die Kommunion den Kranken bringen. 

In der Diözese Rottenburg/Stuttgart gibt es den Sterbesegen. Dieser wurde in der Herbstkonferenz im Dekanat Karlsruhe vorgestellt. Damit ist es möglich, dass auch Diakone und pastorale Mitarbeiter, aber auch Ehrenamtliche im Dienst der Kranken, Sterbenden diesen Segen zu zusprechen. Bei einer Taufe habe ich nachdem die Feier der Taufe beendet war, der Großmutter des Täuflings diesen Sterbesegen in der Kirche geben dürfen. Kurze zeit später ist sie verstorben. Die Feier dieses Sterbesegens war sehr eindrucksvoll und innig. Mitten in der Taufgesellschaft durfte diese schwer kranke Frau die Gebete empfangen, die sie zu einer inneren Ruhe brachte, den Weg zu Gott zu gehen. Auch die Anwesenden waren tief berührt. 

Die Kranken in der Gemeinde: siehe Krankenpastoral